7. Schlußbemerkung

Die Stärken von Joel und Ethan Coen liegen im Auffinden absurder Vorgänge, die sie mittels Ironie und Groteske ins Wiedererkennbare verzerren. In den Komödien schmeißen sie sich in die Hektik der Ereignisse und lassen dabei ihren SchauspielerInnen freien Lauf bis hin zur Übertreibung. Doch ihre Parodien von Klischees und Konventionen kommen besonders in der Kontrastierung mit eigentlich ernsthaften Themen zur Geltung. Die Kombination von Schock und Komik, die Konfrontation der Extreme läßt den doppelten Boden der Handlung spüren. Die Verunsicherung begreifen die Coens als diabolisches Spiel, bei dem wohl vor allem der eigene Spaß ausschlaggebend ist. Auf der großen Leinwand entfaltet sich die Sogwirkung ihrer Filme am besten, da hier noch die kleinsten Details ihrer Inszenierungen preisgegeben werden.

Über das Ende ihrer Filme hinaus bleiben Deutungsmöglichkeiten offen, die Raum für vielerlei Gedankenspiele geben, wie diese Arbeit hoffentlich vermitteln konnte. Ihre zukünftigen Filme werden weisen, ob sich ihr ironischer Stil festigen wird, worüber ich allerdings keine Einschätzung abgeben will.

 "Also, kurz gesagt, wir wissen beide genausoviel oder -wenig über das Filmemachen wie über das Leben..."
 


Verwendete Literatur und Quellen