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Almost Famous
Stell dir vor, ein Musikfilm spielt in den
Siebzigern – und es fällt nicht auf. Weder vor den Klamotten noch der
Musik muss man sich ekeln. Das Stewardessenkostüm haut einen dafür umso
mehr aus dem Sessel, passt aber hervorragend zu der Stoffverkleidung des
Kinos. Zugegeben, auch die Frisuren sind etwas seltsam, aber überlegt mal,
was die Leute in zwanzig Jahren über Ziegenbärtchen denken werden.
Der Regisseur gehört jedenfalls zu den ehrlich Aufrechten. Soviel Mut muss
man erst mal haben, zuzugeben, dass man nicht cool war, nicht das ersehnte Mädchen
abbekam und eine enervierende Mutter hatte, die man trotzdem über alles
liebte. Kloppe bekommt man sonst schon für weit weniger.
Auch der Rest des Personals wird mit soviel Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und
Zuneigung inszeniert, dass man fast Pickel am Arsch kriegt. Weil das dann
doch nicht passiert, merkt man, dass man einfach in einem guten Film sitzt.
Seid umschlungen.
4 Punkte - Kritik von Judith Göbel
Regie und Buch: Cameron Crowe
Kamera: JohnToll
Besetzung: Patrick Fugit (William Miller), Billy Crudup (Russel Hammond),
Kate Hudson (Penny Lane), Frances McDormand (Elaine), Jason Lee, Fairuza
Balk
Länge: 123 min.
USA 2000
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