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Amores Perros
Gewalt gegen Menschen ist man ja gewohnt, aber wenn sie sich gegen Hunde richtet, fängt's an weh zu tun. Deshalb müssen die Filmemacher auch gleich am Anfang des Films beim Barte ihrer Großmutter schwören, dass den Tierchen wirklich nichts passiert ist. Um die Schauspieler/innen macht man sich da weniger Sorgen.
Dieser Film kommt ohne Sympathieträger aus, das betrifft Herr wie Hund gleichermaßen, und daran erkennt man auch, dass es sich nicht um einen amerikanischen, bzw. zumindest nicht um einen nordamerikanischen Film handelt.
Um das Publikum für einen Streifen aus Mexiko zu interessieren, hat man ihm das "Pulp Fiction"-Etikett angehängt, was beweißt, dass auch Filmvermarkter ohne Sympathieträger auskommen. Genauso gut könnte man ihn als "101 Dalmatiner" für Erwachsene titulieren, als "Short Cuts" für Lateinamerikaner oder als Hardcore-"Schwarzwaldmädel" für Schwarzwaldmädel-Hasser.
Ein Film, der so schlechte Laune macht, dass man die erstbeste Töle in die nächste Ecke kicken möchte, um sich dann noch mehr selbst zu hassen. Erstaunlich.
4 Punkte - Kritik von Judith Göbel
Regie: Alejandro Gonzales;
Buch: Guillermo Arriaga Jordan;
Kamera: Rodrigo Prieto;
Besetzung: Gael Garcia Bernal (Octavio), Emilio Echevarria (El Chivo), Goya
Toledo (Valeria), Alvaro Guerrero, Vanessa Bauche;
Länge: 154 min
Mexico 2000
Vom selben Regisseur: 21
Gramm
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