Kino

Filme
  
Festivals
  
Aktion Sorgenkino
  
Coen-Brüder-Huldigung

  

Kunst

Selbstgeschriebenes
  
Selbstgezeichnetes

  

Kultur

Konzerte
  
Seinfeld

  

Kleinkram

Über mich / Impressum
  
frust-maus-chronicles
  
Links

  

Home >> Kino: Filme > Antz

Antz

Eine ganz normale "Junge erobert Mädchen und ändert bestehende Gesellschaftsform"-Geschichte. Das sagt am Ende dieses Films der tapfere Ameisenheld und faßt damit die selbstironische und filmreflexive Stimmung der Handlung zusammen. Ohne das wäre es tatsächlich nur eine kindgerechte Beziehungsgeschichte, in der zwei sich finden und gegen alle Widerstände behaupten.

AntzAber zum einen tritt ein reichhaltiges Panoptikum an Filmcharakteren auf, die durch ihre (Synchron-)Stimmen auch immer etwas von den bekannten Schauspielern verkörpern, Archetypen der Filmgeschichte.

Zum anderen lassen einen die gewalttätigen Szenen erstaunt feststellen, daß Kinderland nicht mehr aus eitel Sonnenschein besteht. Die Gewalt hat ihren festen Platz, kein verniedlichender Bambi-Effekt. Die Figuren sind erwachsen geworden, sie sind tatsächlich Erwachsene, mit zwiespältigen Gefühlen und zerrüttenden Psychen, und deshalb umso komischer, weil man sich nicht über tradierte Kulleraugen-Figürchen zu ärgern braucht. So kann man sich die Geschichte in kindgerechte Happen unterteilen oder sie mit ironischer Distanz betrachten. Da haben beide Seiten was von – und Disney mag getrost zu Hause bleiben.

4 Punkte - Kritik von Judith Göbel

Regie: Eric Darnell, Tim Johnson;
Länge: 82 min.

Siehe dazu auch "Das große Krabbeln"

  

© fmp '98, Mail: judithgoebel@web.de; Letzte Änderung: Montag, 27. September 2004