Kino

Filme
  
Festivals
  
Aktion Sorgenkino
  
Coen-Brüder-Huldigung

  

Kunst

Selbstgeschriebenes
  
Selbstgezeichnetes

  

Kultur

Konzerte
  
Seinfeld

  

Kleinkram

Über mich / Impressum
  
frust-maus-chronicles
  
Links

  

Home >> Kino: Filme > Der Aufstand (Star Trek 9)

Der Aufstand (Star Trek 9)

Star Trek ist für Nicht-Trekkies ein heikles Pflaster. Soll man wirklich in einen Film gehen, dessen Anspielungen man nicht verstehen wird, weil man sämtliche Vorgeschichten nicht auswendig und im Wortlaut kennt? Wird man an den falschen Stellen lachen oder sich über bedeutungsschwangere Dialoge mokieren und damit den geballten Zorn der eingeschworenen Fangemeinde auf sich ziehen? Und was passiert, wenn man aus Versehen "Star Wars" statt "Star Trek" sagt? Die Aussicht auf Lynchjustiz hat schließlich noch nie jemanden ins Kino gelockt.

Der Aufstand - Star Trek 9Überraschenderweise war's gar nicht so schlimm. Es war sogar ausgesprochen lustig und streckenweise angenehm albern. Natürlich gab's den Philosophiekurs für Einsteiger, einen Schub heile Welt und ein Quentchen Technikkritik. Sich der Schwere zukünftiger Aufgaben bewusst, aber unglaublich tapfer und grundsätzlich optimistisch - das ist bis auf weiteres die Botschaft. Schließlich ist das Böse durchaus mit einem Gewissen behaftet und in Teilen bekehrbar; außerdem fördert es den handwerklichen Beruf des Maskenbildners, weshalb wir ihm garnicht böse sein können. Aus lauter Solidarität und Mitleid würden wir uns das nächste Mal glatt auch ein paar Wäscheklammern hinters Gesicht zwacken, weil das so schöne Falten zieht.

Der Film strahlt etwas unglaublich Beruhigendes und Vertrautes aus, gerade weil vorher noch der Trailer vom neuen "Star Wars" lief – an dem kommt in ein paar Monaten sowieso niemand mehr vorbei. Bis dahin darf man sich seelenruhig diesem Werk widmen. Wenn er dereinst auf Video erscheint, kann er so manchen Sonntag retten.

Alles ist gut.

3 Punkte - Kritik von Judith Göbel

OF: Star Trek – Insurrection
Regie: Jonathan Frakes
Buch: Michael Piller
Kamera: Matthew F. Leonetti
Musik: Jerry Goldsmith
Besetzung: Patrick Stewart (Erde), Jonathan Frakes (1. Mond), Brent Spiner (Pferdekopfnebel), F. Murray Abraham (Todesplanet)
Länge: 103 min.
USA 1998

  

© fmp '98, Mail: judithgoebel@web.de; Letzte Änderung: Montag, 27. September 2004