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Brot
und Tulpen
Dem Iffland-Ring-Träger Bruno Ganz solch
ausgefeilte Satz-Kleinodien in den Mund zu legen, dass ihn sein
wohlgeformtes Reden schon selbst zum Lachen bringt, ist schon süß. Der
Mann ist eben einfach zu nett für profane Prosa.
Demgegenüber wurde der Ehemann als ernstzunehmendes Problem vernachlässigt,
man darf ihn von Anbeginn an für einen ausgemachten Trottel halten und sich
nur fragen, wieso die Frau ausgerechnet den.....- aber, naja, so sindse halt
die Frauen. Überhaupt gibt es in dem Film keine wirklich ernsthaften
Schwierigkeiten, nur kurz vor Schluss stellt sich für die Frau die Frage,
ob sie ihre Lebensumkrempelung vor allem ihrem Sohn gegenüber verantworten
kann. Das ist zumindest ehrlich. Aber die Antwort kommt auch prompt: Bruno mit
Blümchen.
Und so erfahren
wir zwar nicht, wie sie das kann, aber dass sie es kann. Und daraufhin sind
alle glücklich.
Ein Film für Mama.
4 Punkte - Kritik von Judith Göbel

OF: Pane e tulpani
Regie: Silvio Soldini
Buch: Doriana Leondeff, Silvio Soldini;
Kamera: Luca Bigazzi
Besetzung: Licia Maglietta, Bruno Ganz, Guiseppe Battiston, Marina
Massironi;
Länge: 118 min.
Italien 2000
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