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Der Einsatz - The Recruit
Na, auch arbeitslos bzw. den Thekenjob auf Lebenszeit angenommen? Obwohl man doch das Genie schlechthin ist? So ergeht’s James Clayton: Aber nachdem er jahrelang damit hausieren ging, steht sein selbstentwickeltes kongeniales Computerprogramm endlich kurz vorm Durchbruch. Doch bevor noch ein interessierter Konzern über den Anrufbeantworter hinwegkommen kann, klopft schon eine ganz andere Firma an. Denn erstens ist man eben nicht nur Programmier-Alphamännchen, sondern noch dazu mit einem zünftigen Papa-ist-verschollen-Trauma behaftet. Also meldet sich mal eben die CIA und fragt, ob man denn Interesse hätte. In diesem Film also: Al Pacino becirct Colin Farrell.
Im Ausbildungslager voller junger, sportlicher, talentierter Menschen herrscht dann überraschend tristes Wetter. Dann bekommen wir die CIA erklärt. Jetzt wird mit sämtlichen Klischees aufgeräumt. Und durch neue ersetzt. Ja er weiß, sagt Walter Burke, dass man sagt, die CIA bestünde nur aus alten Männern. Die arme CIA. Der arme alte Mann. So sollen am Anfang Zuschauer und Berufsanfänger überzeugt werden. Da werden Reden geschwungen als hätte die CIA selbst am Drehbuch mitgewerkelt. Nicht viel Ruhm wird es geben für die Taten, aber ey, es dient dem Land (ergänze: Freiheit), und über die Erfolge wird natürlich nicht gesprochen. Ehrenwert ist’s, unerkannt fürs Vaterland zu sterben. So ganz möchte man dem Jubel nicht trauen und wäre schon längst wieder aus diesem Laden abgehauen, aber schließlich muss man ja noch die Sache mit dem Vater klären, der als namenloses Sternchen auf die hauseigene Gedenktafel gepinnt wurde.
Clayton rasselt nach einem fingierten Einsatz tapfer aber doch durch die Aufnahmeprüfung. Was folgt sind Frust, Besäufnis und Verratenheitsgefühle. Doch da klingelt schon wieder Burke und meint, JETZT wäre er im Einsatz...und dann will’s gar nicht mehr aufhören mit den Verratenheitsgefühlen.
Schon ist Clayton mittendrin in einem Spiel aus Wahrheit oder nicht,
aus Doppel- und Trippelagenten, fiktiven Aufträgen und logischen Zusammenhängen, umringt von Maulwürfen, Beutelratten und Wühlmäusen. Was sich kompliziert anhört, ist nach einiger Zeit und einigen Finten eher nervtötend. Ich schwöre, dass man als Zuschauer schneller durchblickt als der Hauptdarsteller, was den Film leider nur halb so pfiffig macht wie er gerne sein möchte.
Für Al Pacino gibt’s einen Punkt extra, weil der Mann sowieso kaum was falsch machen kann und er seinen Helden mit einer derartig lässigen Verschlurftheit hinlegt, dass man über den Rest der Story gar nicht böse sein kann. Im übrigen habe ich den Rest der Story eh schon wieder vergessen...
2 Punkte - Kritik von Judith Göbel
Regie: Roger Donaldson
Besetzung: Al Pacino (Walter Burke), Colin Farrell (James Clayton), Bridget Moynahan (Layla), Gabriel Macht (Zach), CIA, KGB,
AGBs
USA 2003
Länge: 115 min.
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