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Home >> Kino: Filme > Final Destination 3

Final Destination 3

Nun also der dritte Teil einer Idee, die demnächst wahrscheinlich in Serie geht und dann "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" von Platz 1 der Horror-Charts verdrängen wird.

Gibt es was Neues? Nein. Und damit ist eigentlich auch schon der Hauptgrund beseitigt, weswegen man sich "Final Destination 3" im Kino ansehen wollen könnte. Denn ein wesentlicher Reiz bestand ja in der perfiden Präzision, mit der die anfangs überlebt habenden Teenies dezimiert wurden. Wenn eine schön angelegte Kettenreaktion nicht nur Überraschung und Gekreische, sondern eben auch Spannung und Suspense aufkommen ließ. Leider ist das im dritten Teil nun gar nicht der Fall. Allzu vorhersehbar segnen die Protagonisten das Zeitliche; denn wie wird wohl jemand umkommen, der ins Sonnenstudio geht oder bei einem Baumarkt arbeitet, in dem lauter spitze Gegenstände und Elektrotacker herumliegen? Gruseln und Gähnen sind da nur einen Todeshauch voneinander entfernt.

Die eigene Fantasie jedes Zuschauers wird aufregender sein als das, was jetzt auf der Leinwand zu sehen ist. Überhaupt schleicht sich bei der Betrachtung der Verdacht ein, dass das Werk auf DVD einige Szenen länger sein dürfte, wirkte doch der Film im Kino an manchen Stellen arg verschnitten und dramaturgisch verschenkt. Auch filmisch sollten die Macher im vierten Teil etwas mehr Sorgfalt auf eine atmosphärische Gestaltung legen: Ab und an mal die Windmaschine anzuwerfen und digital ein paar Bäume umzubiegen, reicht nicht. Dass die Charaktere auch nicht dazu einladen, sich mit ihnen zu identifizieren, weil sie nur die üblichen Klischees bedienen, ist da nur ein weiteres Manko. Selbst bei der Schlußszene habe ich noch die Hauptdarstellerin mit der Darstellerin ihrer Schwester verwechselt.

Gibt einen Solidaritätspunkt für den Vorspann, der atmosphärisch wesentlich dichter ist als der Rest des Films. Danach kann man eigentlich das Kino verlassen und in den nächstgelegenen Vergnügungspark gehen. In dem Zusammenhang könnte auch die hessische Version realisiert werden: Wenn dann an der Dippemess der Gerippte leibhaftig hinter einem steht - uahhhhh!

1 Punkt - Judith Göbel

Regie: James Wong
Besetzung: Mary Elizabeth Winstead, Ryan Merriman, Kris Lemche
Kinostart: 13.05.2006
Webseite:
www.finaldestination3.de

  

© fmp '98, Mail: judithgoebel@web.de; Letzte Änderung: Freitag, 07. April 2006