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Home >> Kino: Filme > Forrester - Gefunden

Forrester – Gefunden

Die Amis sind so stolz auf ihre paar monolithischen Kulturträger, dass sie sie, wo immer es geht, preisen und polieren. Jetzt hat's den guten J.D. Salinger erwischt – er darf das Vorbild für Sean Connerys Forrester geben: Ein Jubel-Werk schreiben, berühmt werden, wunderlich werden. Fertig ist der erste Held. Der zweite Held: Ghettokid wird als begabt erkannt und darf aufsteigen, muss dabei aber aufpassen, dass es seine früheren Freunde nicht verliert und sich von den Schnöseln der höheren Liga nicht unterbuttern lässt. Zusammenschütten, durchrühren, erlesen abfilmen – fertig ist ein Film von Gus van Sant, dem Mann mit dem Faible für schillernde Underdogs.

Eigentlich sollte ich in eine Vorstellung von "Chocolat" gezwungen Forrester - Gefunden! werden. Da die aber glücklicherweise ausverkauft war, landeten wir hier drin. Von daher bin ich diesem Film doch recht dankbar für seine spontane Rettung, zumal es der Regisseur schafft, an einigen Weichmachern vorbeizusteuern und nicht im Pathos eines "Good Will Hunting" zu ersticken. Der Nachteil dieses Films war nämlich, dass danach Matt Damon als Jungstar gefeiert wurde, in jedem zweiten Film mitspielte und sich mittlerweile sogar Cameos leisten kann. Dass sein Kurzauftritt hier dennoch mit Credits bezeugt werden musste, beruhigt erst einmal, aber wunderlich kann er ja trotzdem noch werden.

3 Punkte - Kritik von Judith Göbel

OF: Finding Forrester
Regie: Gus Van Sant
Buch: Mike Rich
Kamera: Harris Savides
Besetzung: Sean Connery (William Forrester), Rob Brown (Jamal Wallace), Anna Paquin (Claire Spence), F. Murray Abraham, Busta Rhymes;
Länge: 139 min.
USA/GB 2000

  

© fmp '98, Mail: judithgoebel@web.de; Letzte Änderung: Sonntag, 06. Juni 2004