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Genesis
Ein Film, in dem neben nur einem "menschlichen" Darsteller, u.a. im Wasser wachsende
Vitamin C-Kristalle, paarende Kröten oder rote Frösche aus Madagaskar die
Hauptdarsteller sind, ist sicherlich ein Experiment.
Nachdem ich die spärlichen Vorinformationen gelesen hatte, erwartete ich zwar einen
interessanten Film, hatte aber auch die Befürchtung, er könne sehr anstrengend und
meiner Müdigkeit nicht gewachsen sein, die mich während meiner (regulären) Arbeitszeit
quälte. Aber meine Befürchtungen wurden zerschlagen. Die Bilder, die Claude Nuridsany
und Marie Pérennou auf die Kinoleinwand zaubern, haben mich gefangen genommen, 80
Minuten lang... Farbenprächtig, ruhig und eindrucksvoll werden die großen und kleinen
Wunder der Natur gezeigt. Manche von ihnen sind alltäglich, wie das Auflösen von Rauch
oder das Verschmelzen von kalter Milch in warmen Tee, andere bleiben dem gewöhnlichen
Zeitgenossen normalerweise verschlossen.
Eingeflochten sind sie in die Erzählung eines
Schamanen, der den Beginn des Universums, des einzelnen Lebens, der Liebe und der
Endlichkeit in Worte fasst. Diese Worte sind für mich fast nebensächlich. Vielleicht
liegt das auch an der französischen Originalfassung. Um das Gesprochene, genau zu
erfassen, hätte ich mehr Aufmerksamkeit auf den (englischen) Untertitel legen müssen.
Den habe ich jedoch vernachlässigt, um keine Bildsequenz zu verpassen. Trotzdem für mich
ein lohnenswertes Filmereignis.
4 Punkte - Kritik von Kerstin Schmitt
Regie: Claude Nuridsany, Marie Pérennou
Produktion : Alain Sarde, Christine Gozlan
Frankreich 2004, 80 min.
Starttermin: 14.10.2004
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