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Home >> Kino: Filme > Gran Paradiso

Gran Paradiso

Wenn eine Gruppe aus möglichst disparaten Teilen (bestehend aus, sagen wir mal, Behinderten, Neonazis, Ausländern und Sozialpädagogen) einen Berg besteigen will, dann ist sie einfach zum Erfolg verurteilt. Die Natur mag ihr zwar das ein oder andere Hindernis in den Weg stellen, sie in einen Schneesturm geraten oder vom BergGran Paradiso abrutschen lassen, was leidlich Spannung produziert und ein paar Helferhormone ausschüttet, aber das bietet noch lange keinen Grund zur Verzweiflung über eine grausame Natur. Darum geht’s ja auch in dem Film überhaupt nicht.

Das nötige Feindbild, um die Gruppendynamik in Gang zu bringen, liefert der Bösen-Prototyp des unfairen Überfliegers. Seine Überwindung stärkt doppelt, und zum Schluss, yeah, ist alles gut gegangen – wer was anderes erwartet, lügt.

Sollte der Film es schaffen, irgendeinen Behinderten auf dumme Ideen zu bringen und das "Weitsprung"-Syndrom auszulösen, hat er seine Schuldigkeit getan. Ansonsten darf er noch seine SchauspielerInnen-Schar und einige Dialoge als Pluspunkte verbuchen und wird für die Witzlosigkeit der Hauptdarstellerinnen-Rolle in die nächste Gletscherspalte geschubst.

3 Punkte - Kritik von Judith Göbel

Regie: Miguel Alexandre
Buch: Georg Heinzen
Kamera: Peter Indergand
Besetzung: Ken Duken, Regula Grauwiller, Gregor Törzs, Frank Giering;
Länge: 106 min.
BRD 1999

  

© fmp '98, Mail: judithgoebel@web.de; Letzte Änderung: Dienstag, 28. September 2004