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The Man Who Wasn't There
Wer bislang Billy Bob Thornton nicht so richtig ab konnte, könnte hier anfangen ihn zu mögen. Das Coensche
Schauspieler-Prinzip "Wir machen, was die Regisseure wollen, und die filmen das dann
ab" hat er sehr konsequent umgesetzt. Da die Brüder selten was sagen, hat er eben auch nichts gemacht. Selten sah man so wenig
Bewegung. Ob's ihm nur egal ist, was vorgeht, oder ob er einfach nicht anders kann
– ma waas es ned.
Die Traumsequenz bzw. der kurze Rückblick im Film, wenn Ed Crane den Vertreter beobachtet und seine eigentlich tote Frau wieder auftaucht, führte im Kino zu hörbaren "Huch"-Geräuschen. Da sag
mal einer, man könne die Leute nicht mehr überraschen. Nur weil eine Rückblende nicht durch Unschärfe angekündigt wird, tsts.
Ansonsten laufen einem dauernd alte Bekannte über den Weg: Michael "Baby Face" Badalucco etabliert sich wahrscheinlich statt Steve Buscemi als neues Maskottchen.
Mal wieder hat der gute Roderick "Phantom" Jaynes den Schnitt zusammen mit Tricia Cook gemacht. Als Motiv taucht
erneut der Dicke Mann, der Übervater
auf. Der Ersatzanwalt wird von dem Typ gespielt, der bei der "Blood Simple-Director's Cut"-Version den Erzähler
gab, und weil John Turturro wohl mal keine Zeit hatte, spielt zumindest seine Frau mit.
Nicht für einen lauten Videoabend geeignet, eher für die leisen Momente. So wortkarg wie sich der Hauptdarsteller gibt, muss man schon genau hinsehen, um alles mitzubekommen. Großartig gefilmt ist das alles sowieso.
4 Punkte
- Kritik von Judith Göbel

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