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Schmalspurganoven
Pünktlich
zu seinem 65. Geburtstag hat sich Woody Allen einen Film geschenkt, in dem
er wieder seine schönsten One-Liner des Jahres unterbringen kann. Mehr
braucht’s eigentlich nicht. Aber gleich haben sich wieder ein paar Puristen
beschwert, dass Woody, nun ja, nicht mehr so ist wie früher etc., nörgel.
Wobei eben auch dieses Genöle nicht gerade als aufrüttelnde Provokation
aus dem Filmkritikbastelbuch heraussticht. Mein Gott, der Mann ist 65, vor fünfundsechzig
Jahren war ich auch nicht dieselbe wie heute! Also gut, früher hat Allen mehr
Politthriller und Asia-Actionfilme gedreht, dafür besticht sein neuer Film
durch eine Ausstattungsliebe, bei der sich die Designer bestimmt etwas geschämt
haben als sie das Zeug auf dem Schwarzmarkt ergatterten. Ebenso wie diese Farbbrillanz
der Klamotten, die tatsächlich zu den Häuser- und
Himmelsfarben passt! Das muss man erstmal hinkriegen. So!
Was Woody Allen, egal was er jemals getan hat
oder machen sollte, wirklich nicht verdient hat, ist, was im Frankfurter
Kinoprogrammfaltblatt steht, nämlich: "Nach 'Manhattan' und 'Hannah
und ihre Schwestern' der neue Film von Woody Allen." Ich seh schon
hysterische Teeny-Meuten die Cineplexe stürmen...
4 Punkte - Kritik von
Judith Göbel

Regie, Buch: Woody Allen
Kamera: Zhao Fei
Besetzung: Woody Allen, Tracey Ullman, Hugh Grant, Elaine May, Jon Lovitz
Länge: 94 min.
USA 2000
siehe auch:
"Im Bann des Jade Skorpions" und
"Celebrity"
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