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Home >> Kino: Festivals > Open Eyes

Open Eyes –
Das Filmfest auf der Amöneburg / Marburg

Das Filmfest "Open Eyes" (www.openeyes-filmfest.de) wird einmal jährlich im Sommer und bei Dauerregen auf der Amöneburg ausgetragen. Die Amöneburg ist ein verdammt hoher Hügel mit einer Ruine obendrauf und Dorf drumherum, ca. 15 Kilometer von der Metropole Marburg in Hessisch-Hindukusch gelegen.

Gezeigt werden bemerkenswerte Kurzfilme aus der Region und von überall sonst. Das Publikum ist hart im Nehmen (s. "Dauerregen") und zahlreich vorhanden. Die Filme werden auch immer mehr.

Das "Open Eyes" fand das erste  Mal 1994 statt. Das erste Mal – mir kommt’s vor wie gestern. Oder zumindest wie vorgestern. Jedenfalls nannte es sich damals noch "Amateurfilmfestival" und hatte einen stark regionalen Anspruch. Wenn ihr die Filme damals gesehen hättet, wüsstet ihr, wie gut es ist, dass sie jetzt ihren Schwerpunkt auf Kurzfilme gelegt haben (Mir klingt es jetzt noch in den Ohren: "Mein großes Vorbild ist Antonioni." Uaaaah....). Falls heutzutage ein paar engagiert verwackelte Filme drunter sind, hören sie meistens wenigstens nach fünfzehn Minuten auf. Für manchen war das zwar auch schon zu lang, aber dazu später im einzelnen mehr.

Durch die Schwerpunktverlagerung ähnelt das kleine Fest jetzt mehr der großen hessischen Schwester in Weiterstadt (das ist da, wo immer die Gefängnisse gesprengt werden). Aber das macht nichts. Das "Open Eyes" fungiert als willkommener Appetizer für das einen Monat später stattfindende Weiterstädter Filmfest. Das ist ein bisschen fetter, mit größerer Leinwand und ebenfalls konfusen Moderatoren. Aber was tun wir nicht alles für die heißgeliebten Kurzfilme, wenn wir uns das Geld für die Reisen in die Metropolen (echte oder selbsternannte) sparen dürfen. Power in die Provinz!

Mittlerweile dauert das Filmfest vier Tage (von Donnerstag bis Sonntag bzw. Montag in der Frühe). Nachmittags finden Vorführungen im Marburger "Café Trauma" (Veranstalter und Initiator), abends in der Burgruinenkulisse der Amöneburg statt. Als Abschluss läuft zur nächtlichen Stunde jeweils noch ein Langfilm (wenn er nicht gerade vom Regen aufgelöst wird), dann darf man gegen vier Uhr morgens nach Hause wanken oder den kostenlosen Pendelbus zurück in die Stadt besteigen.
  

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© fmp '98, Mail: judithgoebel@web.de; Letzte Änderung: Freitag, 25. Juni 2004